Im April fand ein Austausch zwischen Schleswig-Holstein und Kanton Waadt statt. Schüler aus dem ganzen Bundesland können sich bewerben. Für mich ging es nach Lausanne.

Am Dienstag, den 8. April, trafen sich alle Schüler und fuhren mit dem ICE nach Lausanne. Von der Herderschule war nur ich dort, trotzdem habe ich im Zug Freunde gefunden. In Lausanne angekommen waren meine Austauschpartnerin Livia, eine Freundin, ihre Mutter und ich Pizza essen.

An meinem ersten richtigen Tag bin ich mit Livia zur Schule gegangen, die erste Stunde war Deutsch. Die Lehrerin hatte den perfekten Plan, dass alle mir Fragen stellen sollen und sich vorstellen sollten. Lustig war, dass viele Schwierigkeiten damit hatten. Mir ist auch aufgefallen, dass viele nicht aus der Schweiz kommen, sondern aus beispielsweise der Türkei, Russland, Italien und Frankreich. Livia ist selber Italienerin. Die Mathelehrerin hatte die Klasse kaum unter Kontrolle, die Englischlehrerin war nett und die ganze Klasse mochte sie genauso wie den Französischlehrer. So ging das dann auch noch die nächsten Tage. Am Donnerstag veranstaltete die Schule eine Party in der Aula. Die Schüler hatten sich ein paar Tage vorher Tickets kaufen können und Livia hat mir auch eins geholt. Gemeinsam mit ihren Freunden haben wir viel getanzt, auch wenn ich die meisten Lieder gar nicht kannte.

In den Ferien sind wir und ihre Mutter mit dem TGV zu ihren Vater nach Paris gefahren, denn der ist Professor an der Universität. Livia hatte auch noch Geburtstag und wir sind mit Freunden libanesisch Essen gegangen. Leider konnte ich nicht viel mit ihnen reden, weil die Freude auch Italiener sind und sie alle untereinander Italienisch sprechen. Danach waren wir noch in der Notre Dame, welche sehr voll war. An anderen Tagen habe ich auch den Eiffelturm, die Sacre-Coeur, verschiedenste Gärten und beim Place des Vosges, welcher auch in Miraculous Ladybug zu sehen ist. In Paris blieben wir für eine Woche und fuhren dann wieder nach Lausanne.

Wir hatten nur noch das Wochenende Zeit, um etwas zu unternehmen. Wegen Ostern hatte nichts geöffnet, aber es gab eine große Anime und Manga Convention. Größtenteils konnte man sich Merch kaufen, tanzen und essen. Aber am beliebtesten war die Kpop Group Big Ocean, welche jeden Tag ein Meet and Greet und Konzerte veranstalteten. Das Außergewöhnliche an der Band ist, dass alle drei Mitglieder schwerhörig sind. Livias Freunde wollten unbedingt auf das Konzert und wir standen zwei Stunden in der Schlange, um einen Platz in der ersten Reihe zu ergattern. Wir saßen tatsächlich in der ersten Reihe. Vor dem Konzert, gab es eine Show, in der ein Schweizer und ein Koreaner Redewendungen zeichnen mussten, wodurch ich ein paar gelernt habe. Beim Konzert selber haben uns die Mitglieder ein bisschen Gebärdensprache beigebracht, weshalb wir nicht für sie applaudiert haben, sondern mit beiden Händen gewunken haben.

Am 22. April, nach zwei Wochen in der Schweiz, ging es wieder nach Hause. Im Oktober vor den Ferien war Livia auch bei mir zu Besuch und hat auch die deutsche Schule mal kennengelernt. Außerdem waren wir in den Ferien in Berlin und haben uns Sehenswürdigkeiten, wie den Reichstag oder das Brandenburger Tor angeschaut.

Ich würde jedem, der Französisch hat, empfehlen, sich auch zu bewerben. Der Anmeldestart wird demnächst erst bekannt gegeben. Bei Interesse kann man sich gerne an Frau Puck wenden.

 

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