Wusstet ihr eigentlich, dass wir an der Herderschule eine Handball-Nationalspielerin haben? Nein? Dann ist es höchste Zeit, unsere Nika Lemke kennenzulernen. Sie hat es in letzten Jahr in die U17-Nationalmannschaft geschafft und wurde mit der Beachhandball-Nationalmannschaft Vierte bei den Europameisterschaften. Herzlichen Glückwunsch dazu! Im folgenden Interview erfahrt ihr viele interessante Infos über Nika.
WB: Wann hast du mit Handball angefangen und in welchem Verein?
Nika Lemke: Ich habe mit vier Jahren beim TSV Vineta Audorf angefangen.
WB: Wie war dein Weg bis in die Nationalmannschaft?
Nika Lemke: Zuerst bin ich von Schacht-Audorf nach Westerrönfeld gewechselt, weil das eine bessere Mannschaft war. Dort spiele ich auch bis heute, habe aber im April zusätzlich bei Handewitt angefangen, Jugendbundesliga zu spielen. Schon früher, als ich noch in Schacht-Audorf war, bin ich in die Kreisauswahl gekommen. Ein Jahr später wurde ich für die Landesauswahl gesichtet und habe dort an allen Lehrgängen des Jahrgangs 2010 teilgenommen. Danach gab es eine Sichtung in Kienbaum, bei der auch DHB-Trainer anwesend waren. Dort haben wir viele Tests gemacht, zum Beispiel in Schnelligkeit, Hochsprung und spielerischen Fähigkeiten. Irgendwann folgte dann der erste Lehrgang, für den viele Spielerinnen aus der Sichtung ausgewählt wurden. Es gab mehrere Sichtungen an zwei verschiedenen Orten, weil es so viele Spielerinnen gab. Nach meinem ersten DHB-Lehrgang wurde ich dann immer wieder zu weiteren Lehrgängen eingeladen.
WB: Gab es Hürden, die du dabei überwinden musstest?
Nika Lemke: Schwierig war es zuerst, überhaupt zur Sichtung zu kommen, weil es in meiner Mannschaft aus der Landesauswahl viele starke Konkurrentinnen gab.
WB: Was war der Grund, warum du zum Handewitter SV gewechselt bist?
Nika Lemke: Damit ich in der Jugend-Bundesliga spielen kann.
WB: Was gefällt dir besser: Beach- oder Hallenhandball? Und warum?
Nika Lemke: Ich finde beides gleich gut. Beachhandball mag ich im Sommer besonders gerne, weil man draußen spielt und es ein ganz anderer Sport ist – mit mehr Drehungen, Extrapunkten und speziellen Regeln. Beim Hallenhandball gibt es mehr Körperkontakt, taktische Spielzüge, Zweikämpfe und man kann ihn das ganze Jahr über spielen.
WB: Hast du ein Vorbild?
Nika Lemke: Vor allem Antje Döll. Sie spielt auch auf Linksaußen in der Nationalmannschaft. Außerdem noch Emil Jacobsen von SG Flensburg-Handewitt auch auf meiner Position.
WB: Welcher Verein ist dein Lieblingsverein?
Nika Lemke: Ich finde die SG Flensburg-Handewitt toll.
WB: Was war für dich der schönste Moment in deiner Karriere?
Nika Lemke: Die EM und als ich zum ersten DHB-Lehrgang eingeladen wurde. Da habe ich noch gar nicht richtig realisiert, dass ich jetzt wirklich dabei bin. Auch meine ersten Trikots zu bekommen, war etwas ganz Besonderes. Und vor allem war mein erstes Länderspiel einfach genial.
WB: Wie schaffst du es, Schule und Handball unter einen Hut zu bringen?
Nika Lemke: Das ist manchmal echt schwierig. Wir bekommen von unserer Schule aber etwas Unterstützung. Wenn ich am Wochenende mehrere Tage unterwegs bin, sage ich Bescheid, dass ich die Hausaufgaben nicht rechtzeitig schaffen kann. Dann muss ich sie nicht genau an dem vorgegebenen Tag abgeben, aber natürlich später nachholen.
WB: Worauf hast du beim Training gar keine Lust?
Nika Lemke: Auf Ausdauerläufe, also Ausdauertraining. Wir laufen oft Treppen in der Halle und machen davor noch eine halbe Stunde Krafttraining – das ist schon sehr anstrengend.
WB: Welche Spielerin war die beste, mit der du je zusammengespielt hast?
Nika Lemke: Ich würde sagen Mia Hinz, meine Nationalmannschaft-Kollegin auf meiner Position von TuS St. Tönis, jedoch auch Noemi Kamen auch aus der Nationalmannschaft von HSV Solingen-Gräfrath auf der Rückraum Mitte.
WB: Hast du Ziele, die du erreichen möchtest?
Nika Lemke: Im Festen DHB Kader zu sein, Bundesliga zu spielen und bei der EHF Champions League dabei zu sein.
WB: Welche Sportart ist deine Lieblingssportart nach Handball?
Nika Lemke: Ich würde sagen Turnen, da ich früher auch geturnt habe.
WB: Hast du noch andere Hobbys außer Handball?
Nika Lemke: Zurzeit nicht mehr, aber ich habe bis vor eineinhalb Jahren noch geturnt.
WB: Welcher Lehrer ist dein Lieblingslehrer (in welchem Fach) und was ist dein Lieblingsfach?
Nika Lemke: Meine Lieblingslehrerin ist Frau Geist in Mathe und meine Lieblingsfächer sind Sport und Mathe.
Die Weiße Brücke bedankt sich bei Nika für das Interview und wir wünschen ihr weiterhin ganz viel Erfolg!!!
Moritz 6c


Quelle: Jotta Poser




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